BVA Kockelmann GmbH

technik ventilatoren


Einlagerung und Transport

Unsere Ventilatoren werden vor der Auslieferung einer sorgfältigen Qualitätskotrolle unterzogen. Sind sie vom Werk aus mit Antriebsmotoren ausgestattet, so sind sie einbau- und betriebsbereit. Das Verladen in unserem Werk wird von Fachkräften unter Berücksichtigung besonderer Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt. Das Entladen der Ventilatoren soll sachgemäß und mit Sorgfalt durchgeführt werden. Es sind geeignete Hebewerkzeuge wie Gabelstapler, Kran o.ä. zu verwenden. Bei Verladearbeiten darf der Ventilator ausschließlich an den dafür vorgesehenen Ösen bzw. an den tragenden Teilen der Unterbaukonstruktion ( z.B. Grundrahmen) angehoben werden. Falls der Ventilator nicht direkt in die Anlage eingebaut wird, soll er bei Einlagerung vor Witterungseinflüssen geschützt sein. Um mögliche Lagerschäden zu vermeiden, soll jeder Ventilator, auch der für den redundanten Betrieb vorgesehene, mindestens zwei mal monatlich ca. 15 Minuten lang Probe laufen. Bei Ventilatoren, die längere Zeit eingelagert werden sollen, muss das Laufrad jede Woche ca. 10 Minuten lang gedreht werden. Schäden, die durch unsachgemäße Lagerung, Wartung oder Betrieb entstanden sind, unterliegen der Gewährleistung nicht.

Aufstellen und Ausrichten

Vor jeder Aufstellung sind die Ventilatoren nochmals auf eventuelle Transportschäden hin zu untersuchen. Die Ventilatoren sind besonders sorgfältig aufzustellen und auszurichten, um vor allem Schäden an Lager und Antrieben zu vermeiden. Bei Montage auf Betonfundamente müssen diese trocken sein und abgebunden haben. Der Ventilator ist nach dem Aufsetzen gewissenhaft auszurichten. Der Grundrahmen muss gleichmäßig auf dem Fundament aufliegen, um ein Verspannen des Ventilators beim Anziehen der Fundamentschrauben zu vermeiden.

Inbetriebnahme

Der Ventilator darf nur bei angeschlossener Rohrleitung betrieben werden. Arbeitet er ohne Anschlüsse, d.h. freisaugend und freiblasend, so fehlen die Widerstände, für deren Überwindung der Ventilator vorgesehen ist. Dadurch erhöht sich die Fördermenge, der Leistungsbedarf steigt und der Antriebsmotor kann überlastet werden. Eine derartige Überlastung des Motors entsteht auch, wenn in der angeschlossenen Rohrleitung geringere Widerstände auftreten als bei der Auslegung des Ventilators angenommen wurde; oder wenn an undichten Stellen der Rohrleitung eine erhebliche Luftmenge entweicht bzw. angesaugt wird.
Bei Heißgas- Ventilatoren ist zu beachten, dass bei unveränderter Anlage und gleicher Drehzahl und sinkender Fördertemperatur die Widerstände ansteigen und somit auch der Leistungsbedarf. Es ist zu empfehlen, alle Ventilatoren im gedrosselten Zustand anlaufen zu lassen. Vor Inbetriebnahme ist zu prüfen, ob das Ventilatorrad in Pfeilrichtung läuft (der Drehrichtungspfeil ist bei allen Ventilatoren an gut sichtbarer Stelle des Gehäuses angebracht). Das Laufrad muss sich frei drehen können, ohne besondere Widerstände oder schleifende Geräusche. Ein Ventilator soll ausschließlich unter den Bedingungen eingesetzt werden, für die er ausgelegt wurde. Obwohl bei allen Ventilatoren gewisse Leistungsreserven des Antriebsmotors vorgesehen sind, empfiehlt es sich, bei der ersten Inbetriebnahme die Stromaufnahme des Motors zu messen. Überschreitet die Stromaufnahme den auf dem Motortypenschild eingegebenen Wert, so ist der Motor überlastet. Es ist erforderlich, die Widerstände in der Anlage so weit zu erhöhen (durch Drosselklappen oder andere Form der Regelung), dass die Stromaufnahme bis auf den Nennstrom absinkt.
Bei Ventilatoren, die über Keilriemen angetrieben werden, muss nach einer Betriebszeit von etwa 16 Stunden die Spannung der Keilriemen nachgeprüft und evtl. nachgespannt werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Keilriemenscheiben genau fluchten. Die Riemenspannung ist unbedingt mit geeigneten Messgeräten zu prüfen.

Rohrleitungsanschlüsse

Die evtl. anzuschließenden Kanäle, Rohrleitungen oder Übergänge müssen strömungstechnisch korrekt ausgebildet sein, d.h. sie müssen störungsfreie An- und Abströmung aus dem Ventilator gewährleisten. Rohrleitungsformstücke direkt vor oder nach dem Ventilator bzw. störende Anbauten bei frei saugenden-/ ausblasenden Ventilatoren führen in den meisten Fällen zu drastischen Leistungsverlusten.
Die Leitungen sind erst nach dem Ausrichten des Ventilators und nach dem Anziehen der Fundamentschrauben so anzuschließen, dass keine Verspannungen im Gehäuse auftreten. Das Rohrleitungsgewicht ist bauseits abzufangen. Bei Förderung von Medien mit höherer Temperatur oder bei schwingungsisolierter Aufstellung sind elastische Verbindungen zwischen Ventilator und saug- bzw. druckseitiger Rohrleitung in jedem Fall erforderlich, um eine Belastung des Ventilators durch Dehnungschwankungen und Schwingungen zu vermeiden. Die elastischen Verbindungen sind mit den Achsrichtungen des Ein- und Austrittes fluchtend einzubauen, dass sie ohne Verengung der Querschnitte elastisch wirken.

Elektrischer Anschluß

Der Anschluß des Antriebsmotors muss nach den hierfür geltenden VDE-Vorschriften und den Richtlinien des Motorherstellers erfolgen. Ein Motorschutzschalter zur Sicherung des Elektromotors gegen Überlastung, auch unter Berücksichtigung der Anlaufverhältnisse, ist stets erforderlich. Der Motor muss so angeschlossen werden, dass die Drehrichtung des Ventilatorlaufrades dem Richtungspfeil auf dem Ventilatorgehäuse entspricht.

Wartung

In regelmäßigen Zeitabständen müssen Schraubverbindungen der Fundament-, Lager-, Motor und Rohranschlüsse überprüft und die Beweglichkeit und Dichtheit der elastischen Verbindungsstücke überprüft werden. Ebenso ist ein regelmäßiges Überprüfen der Schwingungen zu empfehlen.
Das Laufrad ist statisch und dynamisch ausgewuchtet und muss bei Transport und Montage sorgsam behandelt werden. Beschädigungen, ungewöhnlicher Verschleiß und starke Verschmutzung führen zur Unwucht, die unbedingt von ausgebildetem Personal beseitigt werden muss. Sonst sind Folgeschäden am Laufrad, am Gehäuse und an der Lagerung unvermeidbar.
Im Laufe der Zeit kann durch Verschleiß des Laufrades oder Staubablagerung eine Unwucht entstehen. In diesem Zusammenhang gilt die größte Sorgfalt der Wartung des Laufrades. Wenn diese Unwucht durch Verschleiß am Laufrad hervorgerufen wird, muss das Laufrad repariert oder erneuert werden, im anderen Fall genügt eine Reinigung des Laufrades, um die Unwucht wieder zu beseitigen.
Ventilatoren mit Kupplungs- bzw. Riemenantrieb werden mit Lagern in Stehlagergehäusen bzw. mit Blocklagern ausgeliefert. Lagerungen sind fertig montiert und mit Fettfüllung versehen. Die von uns empfohlenen Fettsorten für jeden bestimmten Einsatz des Ventilators sind der jeweiligen Dokumentation beigefügten Schmieranweisung zu entnehmen. In neuen Ventilatoren oder in erneuerten Lagerungen empfehlen wir beim Erreichen der ersten Schmierfrist die Fettfüllung komplett zu erneuern. Das vorhandene Fett soll sorgfältig aus der Lagerung entfernt, ausgewaschen und durch neues Fett in vorgeschriebenen Mengen ersetzt werden. Die angegebenen Nachschmierfristen und -mengen sind strikt einzuhalten. Jede Lagerung darf nur drei mal nachgeschmiert werden, anschließend wird die Fettfüllung erneuert.
Besonders während der Inbetriebnahme soll die Temperatur der Lagerung und Geräuschentwicklung regelmäßig kontrolliert werden. Erhöhte Temperatur bzw. außergewöhnliche Geräusche können auf einen Lageschaden deuten.

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